Bericht: Problemzone Halswirbelsäule

Aktion Gesunder RückenNicht nur die besonders oft im Fokus stehende Lendenwirbelsäule, sondern auch die Halswirbelsäule ist anfällig für schmerzhafte Funktionsstörungen. Gleichwohl zeigen Statistiken, dass die Betroffenen im Allgemeinen sehr viel später einen Arzt aufsuchen als Personen mit Problemen im unteren Rücken. Ängste sind jedoch unbegründet: Moderne Verfahren erlauben heute eine erfolgreiche Behandlung, durch die Schmerzen beseitigt werden und die Beweglichkeit erhalten bleibt. Voraussetzung ist allerdings, dass die (operative) Behandlung durch einen erfahrenen Facharzt erfolgt.

Neben Spätfolgen durch Verletzungen (z. B. „Schleudertrauma“ infolge eines Autounfalls) sind es vor allem Verschleißerscheinungen an den knöchernen Elementen der Halswirbelsäule oder an den zwischen den einzelnen Halswirbeln gelegenen Bandscheiben, die Probleme verursachen. Chronische Fehlhaltungen oder Überlastungen durch berufliche oder sportliche Beanspruchungen können dazu führen, dass auch schon bei Jüngeren die natürlichen Kompensationsmechanismen überschritten werden und die belastete Bandscheibe dem hohen Druck nicht mehr standhalten kann. So kann sich z.B. durch Degeneration oder Rissbildung des bindegewebigen Bandscheibenfaserrings eine Bandscheibenvorwölbung oder ein -vorfall entwickeln. Die alternde Wirbelsäule dagegen neigt vor allem zu Abnutzungserscheinungen der kleinen Wirbelgelenke (Facettengelenke), wobei es im weiteren Verlauf zu einer Neubildung von Knochen kommt. Diese Anbauten können – ähnlich wie ein Bandscheibenvorfall – zur Kompression einer Nervenwurzel an der Austrittsstelle zwischen zwei Halswirbeln führen, aber auch eine Einengung des Rückenmarkkanals (Spinalstenose) oder eine Lockerung der Wirbelverbindungen und damit eine Instabilität der Wirbelsäule hervorrufen. Bis hin zu Lähmungen.

 

Lesen Sie den kompletten Artikel aus Aktion Gesunder Rücken Nr. 48 (2012) als PDF:

pdf icon